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17.08.2022

Aussetzen der Stilllegung von landwirtschaftlichen Flächen nur kurzfristige Lösung

 Die Bundesregierung möchte in Absprache mit den Ländern ermöglichen, dass Agrarflächen zur Lebensmittelproduktion länger genutzt werden können. Um Hungersnöten und dem Klimawandel nachhaltig entgegentreten zu können, fordert Landtagsabgeordneter Alfons Brandl (CSU) jedoch langfristige Lösungen. 

 „Unsere Böden sind bereits jetzt einer Vielzahl an Belastungen ausgesetzt. Eine weitere agrarische Bewirtschaftung würde die Böden nur noch weiter auslaugen. Die übermäßige Zufuhr von Kunstdünger erhöht dabei nicht nur den Energieverbrauch durch die Herstellung des Düngers, vielmehr noch treibt es unsere Landwirtschaft in die Abhängigkeit der Dünge- und Chemieindustrie und die Produktion wird am Boden vorbei gesteigert“, so Alfons Brandl. 


Natürlich haben uns der Ukraine-Krieg und die große Trockenheit der vergangenen Wochen vor große Herausforderungen gestellt. Jedoch sei es wichtig, nicht nur kurzfristig auf Krisen zu reagieren, sondern langfristig auf leistungsfähige, gesunde und humusreiche Böden hinzuarbeiten. So zeichnen sich humusreiche Böden durch eine unglaublich hohe Bodenleistung aus, wodurch ein Höchstmaß an Widerstandskraft erreicht werden kann. Darüber hinaus können sie bei Regen mehr Wasseraufnehmen und für Trockenzeiten speichern, dienen als wichtige CO2-Speicher und sind fruchtbarer.  


Der Humusaufbau ist laut Brandl daher eine der wichtigsten Pfeiler für eine langfristige und nachhaltige Lebensmittelversorgung.  Er freut sich in diesem Zusammenhang, dass bereits auch immer mehr Landwirt:innen die große Bedeutung von Humus erkannt haben und fordert dieses zukunftsgerichtete Denken auch mit Blick auf München und Berlin.