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10.09.2020 | Herrieden

Gefährdung des Schulstandortes Weißenburg

Schreiben an Staatsminister Prof. Dr. Piazolo

Zum Schuljahrsbeginn 2020/21 hat sich MdL Alfons Brandl zur Schülerentwicklung an der FOS/BOS Weißenburg an Staatsminister Piazolo gewandt.

Sehr geehrter Herr Staatsminister, 
ich möchte auf meine Bedenken und Argumente gegen eine Neugründung einer FOS in Schwabach im Bezug auf die weitere Zukunft und Sicherung der FOS/BOS in Weißenburg aus früheren Schreiben berufen. 
Die aktuellen Zahlen zum Schuljahresbeginn in Bayern haben diese Befürchtungen Realität werden lassen: 
Der Rückgang der Schüler in der 11. Klasse beträgt 38 Prozent, bei der 11. Klasse Richtung Wirtschaft ca. 29 Prozent und bei der 11. Klasse Richtung Sozialwesen ca. 34 Prozent. Diese Tendenz lässt erwarten, dass zum kommenden Schuljahr die Gesamtschülerzahl um mehr als 20 Prozent gegen-über dem letzten Schuljahr zurückgehen wird. Dies ist die befürchtete negative Tendenz für den Standort Weißenburg, die so nicht hinnehmbar ist.
Die demografische Entwicklung verstärkt diese Entwicklung noch. Statt wie früher sechs bzw. fünf Abschlussklassen hat die Realschule Weißenburg inzwischen nur noch vier Abschlussklassen, in vier Jahren sogar nur noch drei Abschlussklassen. 
Konsequenz: Es werden weniger Absolventen der Realschule den Weg an die FOS/BOS Weißenburg finden.
Sehr geehrter Herr Staatsminister,
diese unglückliche Entscheidung  für die Neugründung einer FOS in Schwabach kostet nicht nur viel Geld, sie zerstört darüber hinaus aktuell Strukturen im ländlichen Raum. Und wie man gerüchteweise hört, ist auch das Ziel einer Entlastungen der Schulen in Nürnberg mit der Neugründung nicht eingetroffen.
Unter dem Strich muss man diese Neugründung als sinnlos, zwecklos und als einen Schlag ins Gesicht der Landbevölkerung betrachten.
Man darf gespannt sein, wie dieser Entwicklung durch Ihrem Haus entgegengewirkt werden soll.