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26.04.2022

Ellingen – Rechenzentrum noch umweltfreundlicher gestalten mit Agri-Photovoltaik

Ich begrüße die Diskussion über die Ansiedlung des geplanten Rechenzentrums samt dazu geplanter Photovoltaik-Freiflächenanlage. Ein solches Rechenzentrum wäre ein deutliches Zeichen für die Region und die Zukunft des Wirtschaftsstandortes. Der ländliche Raum bietet gerade für diesem Bereich moderner Zukunftstechnologie ein breites Angebot. Doch in Ellingen soll nicht nur ein Rechenzentrum entstehen, sondern auch eine Photovoltaik-Freifläche zur Stromversorgung des geplanten Rechenzentrums. Das Unternehmen plant eine umweltverträgliche Gewerbeansiedlung, die zumindest ihren Strombedarf selbst umweltfreundlich erstellen möchte.

Und auch für die Stromgewinnung bin ich zuversichtlich. Hier bietet sich eine moderne Agri-Photovoltaik-Anlage an, die eine doppelte Flächennutzung möglich macht: Nahrungs- und Futtermittelproduktion bei gleichzeitiger Energieproduktion. 
 
Die landwirtschaftliche Nutzfläche bleibt weitestgehend erhalten, Die Flächen werden weiter pflanzenbaulich genutzt und müssen nicht in Grünland umgewandelt werden, wie es bei den Freiflächenanlagen normalerweise der Fall ist. Im besten Fall kann Agri- Photovoltaik die Pflanzenproduktion durch Verschattungseffekte sogar unterstützen. Sonderkulturen können durch die Solarmodule vor Witterungsextremen geschützt werden. Auch der Verdunstung von Regenwasser kann entgegengewirkt werden.
 
Zukünftig könnten Methoden geschaffen werden, mit Hilfe der Solarmodule Regenwasser aufzufangen, zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt in der landwirtschaftlichen Kultur zu nutzen. 
 
Agri-Photovoltaik ist ein vielversprechender Lösungsansatz, um die Effizienz in der Landnutzung zu erhöhen. Mit diesen Anlagen bieten sich gerade für Projekte wie in Ellingen neue positive Möglichkeiten.
 
Ich appelliere an alle Beteiligten, sich nicht im Vorfeld festzulegen, sondern ergebnisoffen zu bleiben, sich auf die Argumente des anderen einzulassen. Diese Ansiedlung bietet eine große Chance. Da sollten wir uns alle verantwortlich fühlen!“